
Künstler

Bertolt Brecht (1898-1956)
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1926
Heinsheimer, Fritz
1897
Mosbach (DEU)
-
1958
Wiesbaden (DEU)
Fritz (Friedrich Max) Heinsheimer wurde 1897 in Mosbach geboren. Seine Eltern waren jüdischen Glaubens, ließen ihren Sohn jedoch noch im Jahr seiner Geburt protestantisch taufen. 1899 zog die Familie von Mosbach nach Heidelberg, wo der Vater eine Professur für bürgerliches Recht erhalten hatte. Von 1917 bis 1919 studierte Heinsheimer bei Angelo Jank an der Akademie der Bildenden Künste in München. In den Jahren 1925 -1932 war er Meisterschüler von Max Slevogt in Berlin. Von 1921 bis 1929 verbrachte er Aufenthalte in Meersburg und von 1931 bis 1932 auf der Insel Java. Zur Zeit des Nationalsozialismus galt Heinsheimer als sogenannter „Volljude“ (Nürnberger Rassengesetze, 1935), obwohl er seit Geburt protestantisch getauft war.
Heinsheimer erhielt 1933 Berufsverbot. 1936 wurde er aus der Reichskammer der bildenden Künste ausgeschlossen und 1939 wurde ihm jede künstlerische Tätigkeit untersagt. Er war seit 1932 mit dem Nationalrevolutionär und Widerständler Friedrich Hielscher befreundet. Sein ehemaliges Atelier wurde von Hielscher und anderen Widerstandsgruppen als konspirativer Treffpunkt genutzt. Hielscher und andere Freund:innen halfen ihm 1942 bei der Flucht nach Frankreich. Unter dem Tarnnamen Fernand Husser und mit einer falschen Identität als Elsässer konnte er von 1942 bis 1946 in Paris untertauchen. Dort traf er sich regelmäßig mit Ernst Jünger.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er nach Deutschland zurück und ließ sich in Wiesbaden nieder. Dort verstarb er im Jahr 1958.
Werke

Bertolt Brecht (1898-1956)
Lithografie auf Papier
53,5 × 42,9 cm

Die Jazzcombo Weintraub Syncopators
Lithografie auf Velin
36,7 × 48,2 cm

Die Jazzcombo Weintraub Syncopators
Farblithographie mit Buntstift auf Velin
36,7 × 48,2 cm