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2022 0506A

Künstler

2022 0506A

Frau mit Pfeife

|

o.D.

Kock, Mack

1897

Dresden (DEU)

-

1946

Hamburg (DEU)

Mack Kock

Dresden (DEU) 1897 – Hamburg (DEU) 1946

Mack Kock, mit Geburtsnamen Max Richard Reinhold Errtung Kok, wurde in Dresden geboren und wuchs in Hamburg als Sohn eines chinesischen Dolmetschers und einer Deutschen auf. Sein Vater, Kok Kwang-Sow, stammte aus Kanton (heute Guangzhou) und arbeitete im Hamburger Hafen als Vermittler zwischen chinesischen Seeleuten und ihren Reedereien. Kock selbst sprach und schrieb Mandarin – eine Verbindung zur fernen Heimat seines Vaters, die er jedoch nie bereiste. In seiner Sterbeurkunde wurde er „Wo-Mack Kock“ benannt, vermutlich ein Künstlername, den er sich mit Bezug auf seine chinesischen Wurzeln zugelegt hatte. In der Kunstgeschichte wurde er als Mack Kock geführt.

An der Kunstgewerbeschule in Hamburg wurde Kock in den 1920er-Jahren Meisterschüler von Willy von Beckerath (1868–1938), bei dem er sich auf Freskenmalerei spezialisierte. Durch ihn kam Kock mit den Arbeiten der französischen Surrealisten in Berührung. Diese hatten nachhaltigen Einfluss auf sein Werk; später bezeichnete ihn von Beckerath als „ersten deutschen Surrealisten“. Nach seiner Zeit an der Kunstgewerbeschule folgten Studienreisen nach Südwestasien, England und Frankreich, auf denen Kock seinen Stil weiterentwickelte.

Während der Zeit des Nationalsozialismus zog sich Kock weitgehend zurück. Isoliert und ohne künstlerischen Austausch blieb er bei seinem surrealistischen Malstil. Die mit dem Irrationalen, traumartigen Motiven und versteckter Symbolik arbeitende Kunstrichtung ermöglichte es ihm, sich der totalitären Realität zu entziehen, ohne öffentlich Widerstand zu leisten.

Ein Großteil von Kocks Werken verbrannte während der Bombardierung Hamburgs im Jahr 1943. Nur einige Gouache-Bilder konnten von Freunden gerettet werden. Das abgebildete Werk zählt daher zu den wenigen erhaltenen, großformatigen Ölgemälden des Künstlers. Nach dem Krieg begann Kock zwar erneut zu malen, doch war er erschöpft; es fehlte ihm an Material und Geld. Er verstab 1946. Im April 1947 wurde eine Ausstellung zu seinem Gedenken in der Galerie Dr. E. Hauswedell in Hamburg gezeigt.

 

LITERATURAUSWAHL:

-Susanne Rosendahl, Anna Cohen (Cohn-Schwerin), in: Stolpersteine Hamburg, September 2018, https://t1p.de/_Cohen (23.4.2025)

-Maike Bruhns, Kock, Mack, in: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs, hg. von Familie Rump, überarb. Neuauflage Neumünster/Hamburg 2013, S. 241

Werke

Trommler

Gouache auf Papier

44 × 36,5 cm

Surreales Stillleben mit Handschuh und Säule

Gouache auf Velin

44,5 × 38,5 cm

Frau mit Pfeife

Öl auf Leinwand

120,5 × 75,7 cm

Weitere Künstlerinnen und Künstler

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