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2016 0094

Künstler

2016 0094

Paar im Café wohl Max Carl Friedrich Beckmann (1884–1950) und seine Frau Mathilde Beckmann (1904–1986)

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o.D.

Krüger, Anna

1882

Wiesbaden (DEU)

-

1978

Frankfurt am Main (DEU)

Anna Krüger

Wiesbaden (DEU) 1882 – Frankfurt am Main (DEU) 1978

Zu den Lebensdaten von Anna Krüger gibt es nur wenige Angaben. Laut ihrem Geburtseintrag wurde sie 1882 als Anna Maria Bertha Susanna Bürger in Wiesbaden geboren. Der Vater hieß Otto Wilhelm Bürger, und seine Frau Anna Bürger, geb. Stachelhausen, brachte ihre Tochter in ihrer Wohnung zur Welt.

Im Jahr 1910 heiratete sie den Chemiker Dr. Krüger, mit dem sie ab 1912 in Moskau wohnte. Bei einer Urlaubsreise in ihre Heimat wurde sie 1914 vom Ausbruch des Ersten Weltkriegs überrascht, sodass eine Rückkehr ins Russische Kaiserreich nicht mehr möglich war. Sie verlor ihren gesamten Besitz und war gezwungen, von Neuem anzufangen.

Ab 1920 war Krüger wohnhaft in Frankfurt am Main, wo sie 1927 zunächst als Gastschülerin an der Frankfurter Kunstschule (im Folgenden auch „Städelschule“) bei Max Beckmann studierte. Eine frühere Bekanntschaft mit ihm ist nicht belegt. Zwei Jahre älter als Beckmann, reihte sie sich in die Meisterklasse voller junger aufstrebender Künstler:innen ein. Von diesen wurde sie trotz des großen Altersunterschieds rasch akzeptiert. Sie war finanziell unabhängig, verspürte keinen Erfolgsdruck und war daher nicht an einer künstlerischen Konkurrenz im Rahmen von Ausstellungen interessiert. So kam es anstatt Einzelausstellungen zu vereinzelten Beteiligungen an Gruppenausstellungen. Bis 1928 nahm sie regelmäßig am „Unterricht“ der Meisterklasse teil. Um 1930/31 arbeitete sie nur noch gelegentlich in der Klasse. Sie gehörte zwar nicht zu den entlassenen Schüler:innen 1933, doch gab es zu ihrem weiteren Lebensweg nach der Meisterklasse nur wenige Angaben, da sie sich einer breiten Öffentlichkeit enthielt.

Auch sie hielt nach der Auflösung der Klasse und nach dem Zweiten Weltkrieg weiterhin Kontakt zu ihren ehemaligen Kommiliton:innen Theo Garve und dessen zweiter Ehefrau Gerda sowie zu Inge Hergenhahn-Dinand. Gesichert ist, dass sie von 1966 bis 1967 von der Stadt Frankfurt ein „Aufbaudarlehen für die gewerbliche Wirtschaft und die freien Berufe“ erhielt und somit wahrscheinlich bis zu ihrem Tod durchgängig in Frankfurt lebte. In späteren Jahren wandte sie sich der Malerei von Ikonen zu.

Das um 1930 entstandene „Paar im Café“ zeigte zwei modische Gestalten, die gerade ein Café betraten. Hinter ihnen öffnete sich der Ausblick aus dem Lokal hinaus, der sich auf eine angedeutete Straße mit einer Laterne ausdehnte. Auf der rechten Seite entfernte sich gerade eine Karmeliternonne aus dem Bild, deren Kloster inmitten der Stadt lag. Es wurde vermutet, dass es sich bei dem Paar um Max Beckmann und seine zweite Ehefrau Mathilde von Kaulbach, genannt „Quappi“, handeln könnte. Damit wäre es eines der seltenen Doppelbildnisse des Paares.

Werke

Blick von der Städelschule im Winter (Eingang Dürerstraße)

Öl auf Leinwand

63,4 × 43,4 cm

Paar im Café wohl Max Carl Friedrich Beckmann (1884–1950) und seine Frau Mathilde Beckmann (1904–1986)

Öl auf Leinwand

90 × 59 cm

Weitere Künstlerinnen und Künstler

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