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2018 0300A

Künstler

2018 0300A

Zauberflöte Finale Salzburg

|

1967

Otto, Teo

1904

Remscheid (DEU)

-

1968

Frankfurt am Main (DEU)

Der Künstler Teo Otto, geboren 1904 in Remscheid, war auf vielfältige Weise künstlerisch aktiv. Er war sowohl als Maler als auch als Bühnenbildner tätig. Später wirkte er zudem als Hochschullehrer. Er prägte die Theatergeschichte maßgeblich – insbesondere durch seine Arbeit als Bühnenbildner.
Nach dem Besuch der Staatlichen Fachschule für Eisen- und Stahlindustrie in Remscheid begann er im Jahr 1923 ein Studium der Malerei und Bildhauerei an der Kunstakademie Kassel. Dort war er Schüler von Ewald Dülberg.

Während seines Studiums schuf er Arbeiten für das Proletkult-Theater Kassel, eine kulturrevolutionäre sozialistische Bewegung. 1925 fertigte er für das Staatstheater Kassel das Bühnenbild für Sudrakas Schauspiel Vasantasena. Im September 1925 reiste er mit Dülberg nach Paris, um dort Malerei zu studieren. 1927 begann er als Assistent des künstlerischen Beirats am Berliner Staatstheater und unterhielt ein Atelier mit dem späteren Bildhauer Ernst Kunst. Er fertigte ein Bühnenbild für Bertolt Brechts Drama Die Maßnahme und arbeitete bei Brechts Film Kuhle Wampe mit, der nach ersten Verboten ab 1932 nur mit Zensuren gezeigt werden durfte.
1931 wurde Otto im Alter von 28 Jahren Ausstattungschef im Verband der Preußischen Staatstheater.

Zum Zeitpunkt der nationalsozialistischen Machtergreifung im Januar 1933 erschuf er das Bühnenbild für Wer ist der Dümmste des kommunistischen Dramatikers Gustav von Wangenheim am Berliner Theater Truppe 31. Kurz darauf wurde er aufgrund seiner politischen Überzeugung von den Nationalsozialist:innen aus dem Staatsdienst entlassen. Als Sozialist war er hochgradig gefährdet, verhaftet zu werden. Deshalb emigrierte er 1933 in die Schweiz, wo er am Zürcher Schauspielhaus als Bühnenbildner engagiert wurde.
Das Theater entwickelte sich zum Zentrum für verfolgte und verfemte Autor:innen wie Else Lasker-Schüler, Bertolt Brecht, Carl Zuckmayer und Friedrich Wolf.
Otto fertigte u.a. Bühnenbilder für die Mozart-Opern Don Giovanni und Così fan tutte am Teatro Colón in Buenos Aires. Ebenso entwarf er Bühnenbilder für Stücke von Else Lasker-Schüler, Bertolt Brecht und Friedrich Dürrenmatt.
Ab 1947 wurden seine Zeichnungen wieder in Deutschland ausgestellt. Von 1949 bis zu seinem Tod war er als Gast-Bühnenbildner für die wichtigsten deutschsprachigen Bühnen tätig, darunter das Burgtheater Wien, die Wiener Staatsoper, die Salzburger Festspiele, die Deutsche Oper Berlin und die Münchner Kammerspiele.
Otto beschloss, vorerst weiter in Zürich zu leben, und nahm schließlich im Jahr 1953 die Schweizer Staatsbürgerschaft an. Von 1952 bis 1957 war er Leiter der Bühnenbildklasse an der Staatlichen Werkakademie Kassel und wurde zum Professor für Bühnenbildnerei an der Kunstakademie Düsseldorf berufen. Im Jahr 1963 erhielt Otto das Österreichische Ehrenkreuz für Kunst und Wissenschaft, 1964 folgte das Große Bundesverdienstkreuz.
Im Jahr 1968 starb Otto an den Folgen eines Herzinfarkts.

Werke

Zauberflöte Finale Salzburg

Mischtechnik auf Karton;Mixed media on cardboard

33 × 72 cm

Museum of Lost Generation Art

Prof. Dr. Heinz R. Böhme charitable foundation
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

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