Künstler
Trinkaus, Karl Hermann
1904
Leipzig (DEU)
-
1965
Leipzig (DEU)
Hermann Trinkaus wurde 1903 in Leipzig-Stötteritz als Sohn des Lithografen Hermann Trinkaus geboren. Er absolvierte von 1919 bis 1924 eine Lehre als Elektroinstallateur und erhielt nebenbei eine künstlerische Grundausbildung an der Leipziger Gewerbeschule. 1927/28 begann er ein Studium am Bauhaus Dessau bei Kandinsky, Klee, Bayer und Albers, brach dieses jedoch nach zwei Semestern ab. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde das Bauhaus endgültig geschlossen. Trinkaus trat ab Mai 1933 der inzwischen verbotenen KPD bei und engagierte sich politisch. 1935 machte er das Diplom als Ingenieur für Flugzeugbau und arbeitete ab 1936 bei den Junkers Flugzeug- und Motorenwerken in Dessau, blieb aber weiterhin künstlerisch tätig. 1945 wurde er zur Kriegsmarine eingezogen und geriet in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Entlassung arbeitete er vermutlich im Leichtflugzeugbau Klemm in Böblingen, später in Berlin. 1960 kehrte er nach Leipzig zurück und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Georgi-Dimitroff-Museum. Trinkaus hatte große Schwierigkeiten mit den politischen Doktrinen und der Kunstpolitik der DDR, geriet in Konflikt mit seinem Vorgesetzten und einem Parteisekretär und beging im Dezember 1965 Suizid. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.
Werke

Widerstand
Mischtechnik auf Papier;Mixed media on colour
69 × 59 cm