
Künstler

Halbakt einer jungen blonden Dame
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1930
Wiegmann–Mucchi, Jenny
1895
Berlin (DEU)
-
1969
Berlin (DEU)
Jenny Wiegmann lebte Anfang der 1930er-Jahre in Paris und heiratete 1933 den italienischen Maler und Architekten Gabriele Mucchi. 1934 zog sie mit ihm nach Mailand, wo sie unter dem Künstlernamen „Genni“ arbeitete und zunehmend Teil der italienischen Kunstszene wurde. In Deutschland konnte sie aufgrund der politischen Verhältnisse des Nationalsozialismus nicht mehr ausstellen, während ihre Werke 1937 auf der Pariser Weltausstellung im italienischen Pavillon gezeigt wurden. In den späten 1930er-Jahren verschlechterte sich ihre Situation durch Krieg und faschistische Repressionen in Italien. Bei einem Bombenangriff auf Mailand 1943 wurden ihr Haus, ihr Atelier und ein Großteil ihrer Arbeiten zerstört. Wiegmann-Mucchi schloss sich daraufhin dem italienischen Widerstand gegen den Faschismus, der sogenannten "Resistenza" an und kämpfte bis 1945 als Partisanin. Sie überbrachte für die Kommunistische Partei konspirativ Waffen, Dokumente und Nachrichten und riskierte dabei ihr Leben. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzte sie ihre künstlerische Arbeit fort und schloss sich der Gruppe Realismo an. Sie arbeitete als Dozentin in Mailand und thematisierte in ihren Werken weiterhin politische und gesellschaftliche Fragen, insbesondere den Widerstand und die Erfahrungen des Krieges. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.
Werke

Halbakt einer jungen blonden Dame
Öl auf Leinwand;Oil on canvas
81 × 60 cm