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H22582 L373229463

Künstler

H22582 L373229463

Mutter mit Kindern

|

1926

Wiethüchter, Gustav

1873

Bielefeld (DEU)

-

1946

Wuppertal (DEU)

Nur wenige Werke des deutschen Künstlers Gustav Wiethüchter überdauerten den Zweiten Weltkrieg. Viele der nach 1938 entstandenen Gemälde wurden bei Fliegerangriffen zerstört, darunter auch jene, die im Luftschutzkeller seines Bruders sowie an weiteren Auslagerungsorten in Kassel, Wuppertal und Bielefeld aufbewahrt worden waren.

Zwischen 1915 und 1919 experimentierte Wiethüchter zunächst vor allem mit Zeichnungen und blieb dabei stets offen für neue künstlerische Anregungen. Als einer der älteren Vertreter der Böhme Collection – er wurde bereits 1873 in Wuppertal geboren – nimmt er eine Sonderstellung im Bestand des Museums ein. Wiethüchter gehörte damit zur ersten Generation der Moderne und stand in einer Reihe mit Künstlern wie Beckmann, Corinth oder Léger. Auch als Lehrer wirkte er prägend: Zu seinen Schülern an der Kunstgewerbeschule Barmen zählte der ebenfalls verfemte jüdische Künstler Jankel Adler (1895–1949).

Bis in die 1930er-Jahre beschäftigte sich der Künstler nur selten mit dem Leben in der Großstadt, sondern bevorzugte Landschaften und bäuerliche Motive. Bis kurz vor Kriegsausbruch besuchte Wiethüchter wiederholt für mehrere Wochen seine Tochter Gisela in der Schweiz, wo unter anderem im Engadin Bergmotive und besinnliche Almmotive entstanden. In den Jahren 1918 bis 1933 erkannte der Künstler seine Werke als maßgebliche Arbeiten an, so etwa Mutter mit Kindern aus dem Jahr 1926: Frühere Arbeiten übermalte er häufig selbst. Aufgrund von „Differenzen mit der Leitung und Teilen des Lehrkörpers der Schule [Kunstgewerbeschule Barmen]“ ließ sich der Künstler und Professor pensionieren und trat aus seinem Amt an der Kunstgewerbeschule zurück. Nach der Hochzeit der jüngsten Tochter im Jahr 1935 bereiste er bis 1939 gemeinsam mit seiner Ehefrau regelmäßig die Schweiz und schöpfte dort neue Kraft.

Viele seiner Werke wurden im Krieg zerstört oder vom Künstler selbst übermalt, sodass heute nur noch wenige Werke die Zeit überlebt haben. Er starb nahezu vergessen an den Folgen früherer Verletzungen, die er sich bei Reparaturarbeiten nach Bombenangriffen an seinem Wohnhaus zugezogen hatte.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.

Werke

Mutter mit Kindern

nan

90 x 110 cm

Museum of Lost Generation Art

Prof. Dr. Heinz R. Böhme charitable foundation
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

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