
Künstler

Sitzender Frauenakt
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o.D.
Wimmer, Paula
1876
München (DEU)
-
1971
Dachau (DEU)
Paula Wimmer war in den 1920er- und frühen 1930er-Jahren eine erfolgreiche Künstlerin, die an zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, Österreich und Frankreich teilnahm. Nach der Weltwirtschaftskrise verlor sie jedoch ihr privates Vermögen, was ihre wirtschaftliche Lage erheblich verschlechterte. Trotz dieser Schwierigkeiten blieb sie zunächst im Kunstbetrieb präsent. Mit der nationalsozialistischen Kulturpolitik geriet auch ihr Werk zunehmend unter Druck. Im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ wurde 1937 eine ihrer Druckgrafiken beschlagnahmt und zerstört. Diese Maßnahme traf sie schwer und führte dazu, dass sie sich aus Angst vor weiterer Verfolgung und wegen der politischen Verhältnisse weitgehend aus dem öffentlichen Kunstleben zurückzog. Ihre künstlerische Arbeit setzte sie jedoch im privaten Rahmen fort. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nahm Wimmer wieder aktiv am Ausstellungsgeschehen teil. Sie engagierte sich nun besonders für die Förderung von Künstlerinnen und war 1946 Mitbegründerin des Münchner Ortsverbandes der "GEDOK". Damit trug sie wesentlich dazu bei, Frauen in der Kunst nach den Jahren der Verfolgung wieder sichtbar zu machen. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.
Werke

Sitzender Frauenakt
Öl auf Leinwand;Oil on canvas
42 × 37 cm