Expressives Portrait einer Frau mit Zigarette

Künstler

Die Segelboote
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o.D.
Aknin, Anne
1922
Białystok (POL)
-
2017
Asnières-sur-Seine (FRA)
Die Künstlerin Anna Aknin wurde 1922 in eine polnisch-jüdische Bürgerfamilie geboren. Sie besuchte das jüdische Gymnasium Lubinski in Warschau. Nach der Besetzung Polens durch die deutsche Wehrmacht im September 1939 wurde ihr Vater bei der Beantragung eines Ausweises zur Fortführung seiner Tätigkeit als Holzexporteur körperlich misshandelt. Zudem wurde ihm der Kopf auf demütigende Weise in Form eines Hakenkreuzes geschoren. Der Vater wurde zurück nach Białystok geschickt und Anne, ihre Mutter und ihre Schwester Elisabeth, genannt Betty, sollten folgen. Doch sie schafften es nicht, Warschau zu verlassen, und wurden in das Warschauer Ghetto deportiert. Geschwächt durch Hunger starb die Schwester Betty im März 1942 im Ghetto-Krankenhaus. Der Vater kehrte nach Warschau zurück, doch er „verschwand“ plötzlich am 13. August 1942. Anne sah ihn nie wieder. Im April 1943 wurden Anne und ihre Mutter Zeuginnen des Warschauer Ghettoaufstands. Im Mai 1943 erfolgte die Deportation nach Majdanek, bei der sie von ihrer Mutter getrennt wurde. Von dort kam sie in ein Lager des Waffenherstellers HASAG in Skarżysko-Kamienna. Sie wurde zur Zwangsarbeit in einer Schneiderei eingeteilt und nähte unter anderem Fallschirme. Von dort kam sie nach Buchenwald und anschließend zu einem weiteren Standort eines Werkes der HASAG in Leipzig, einem Frauenaußenlager des KZ Buchenwald. Sie musste um vier Uhr morgens aufstehen und rieb in der Fabrik zwölf Stunden lang Schrauben in Bottichen mit heißem Öl ein. Aufgrund dieser Arbeit, bei der ihre Arme bis zu den Ellenbogen in das heiße Öl getaucht wurden, litt sie noch Jahrzehnte später an Ekzemen und Hautausschlag. Am 13. April 1945 wurde das Lager evakuiert und die Häftlinge auf einen sogenannten „Todesmarsch“ geschickt. Anne floh in der Nacht mit zwei polnischen Kameradinnen nach Westen. Über Chemnitz gelangte sie in ein Lager für französische Kriegsgefangene und anschließend mit einem Konvoi nach Paris, wo sie am 8. Mai im Hotel Lutetia empfangen wurde. Von dort kam sie in ein Pflegeheim bei Grenoble. Einige Monate später begann sie ihr Studium an der École des Arts et du Bâtiment in Grenoble, das sie bis 1948 absolvierte. Von 1970 bis 1975 studierte sie an der École du Louvre in Paris. Im Jahr 1959 wurde sie Professorin für Zeichnen am Lycée de Fort-de-France in Martinique sowie am Lycée de Pontoise. Viele Reisen führten sie nach Kanada, Mexiko und in die USA. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. Von 1957 bis 1962 hielt sie sich auf den Antillen auf und war an der Schaffung des Centre d’Art Antillais beteiligt, einer Kunstinstitution bzw. einem Kunstzentrum im französischsprachigen karibischen Raum. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten“. Dieser ist HIER erhältlich.
Werke

Die Segelboote
Öl auf Leinwand auf Holz
32.8 × 24 cm