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2021 0494D

Künstler

2021 0494D

Selbstbildnis mit Schillerkragen

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1926

Frank, Franz

1897

Kirchheim unter Teck (DEU)

-

1986

Marburg (DEU)

Franz Frank

Kirchheim unter Teck (DEU) 1897  – 1986 Marburg (DEU)

Franz Frank wurde 1897 in Kirchheim unter Teck geboren, als Sohn des Arztes Karl Frank und dessen Ehefrau Gertraud (geborene Krauß). Nach dem Dienst im Ersten Weltkrieg studierte er zunächst Philosophie, Philologie und Kunstgeschichte an der Universität in Erlangen. Im Jahr 1920 wechselte Frank zwischenzeitlich nach Tübingen, wo er auch Zeichenunterricht bei Heinrich Seufferheld (1866–1940) nahm. Frank schloss sein Studium mit der Dissertation "Unbeachtete Entwicklungslinien in der Malerei des 19. Jahrhunderts" in Erlangen ab. Zwischen 1921 und 1925 folgte ein Studium an der Kunstakademie in Stuttgart, zunächst in der Zeichenklasse von Arnold Waldschmidt (1873–1958) und ab 1923 in der Malklasse von Robert Breyer (1866–1941). Frank hielt sich im Wintersemester 1922/23 erneut in Tübingen auf, wo er anatomische Studien betrieb. Er schloss Freundschaften mit den Malern Hans Fähnle (1903–1968), Joseph Kneer (1900–1990), Wilhelm Geyer (1990–1968) und mit dem Dichter Eduard Reinacher (1892–1968). Im Jahr 1925 konnte Frank seine Bilder erstmals in der Stuttgarter Akademie ausstellen. 1927 folgte eine Ausstellung im „Dresdner Kunstverein“. Im selben Jahr heiratete er die Lehrerin Erika Münckner. Es entstanden Landschaften und Werke mit sozialkritischen Themen, darunter auch der lithografische Zyklus "Das kommunistische Manifest". Ab 1928 beteiligte er sich regelmäßig an den Ausstellungen der „Juryfreien Kunstschau“ in Berlin. Die Berufung an die Pädagogische Akademie in Kassel 1931 konnte er nicht antreten, weil er erkrankte und die Akademie im April 1932 aus wirtschaftlichen Gründen schließen musste. Frank beteiligte sich 1932 an der Ausstellung der „Berliner Sezession“. Nach der Machtübernahme 1933 wurde Frank in Berlin wegen seiner Weigerung, der NSDAP beizutreten, nicht weiter als Dozent beschäftigt. Daraufhin wurde seine Kunst aus der Ausstellung der „Stuttgarter Neuen Sezession“ entfernt. Im Jahr 1936 folgte eine Ausstellung in der Galerie Fritz Gurlitt in Berlin mit dem Bild "Die Geißelung" (1935), das als Anklage gegen die nationalsozialistische Gewaltherrschaft verstanden wurde. Frank beteiligte sich an der Ausstellung "Malerei und Plastik in Deutschland" 1936 in Hamburg, die bereits nach wenigen Tagen wieder geschlossen wurde. Ebenso wurde Franks Einzelausstellung im Kunsthaus Fischinger in Stuttgart vorzeitig durch die Nationalsozialist:innen verhindert. Im September 1939 wurde Frank zum Kriegsdienst einberufen, wo er an der Ostfront schwer verwundet wurde. Nach seiner Entlassung 1945 konnte er zu seiner Familie nach Goßfelden im hessischen Lahntal zurückkehren, mit der Frank 1954 schließlich nach Marburg an der Lahn übersiedelte.

LITERATURAUSWAHL:

-Ingrid von der Dollen, Franz Frank 1897–1986. Aquarelle, Pastelle, 2 Bde., Tutzing 2009 (Expressiver Realismus – Bildkunst der „verschollenen Generation“ 6 und 7)

-Rainer Zimmermann, Expressiver Realismus. Malerei der verschollenen Generation, München 1994, S. 371

Werke

Selbstbildnis mit Schillerkragen

Öl auf Leinwand

120 × 69,7 cm

Obstwiese im Elsass

Öl auf Leinwand

65 × 79 cm (Rahmenmaß)

Dunkle Sonnenblumen

Öl auf Leinwand

75 × 60 cm (Rahmenmaß)

Weitere Künstlerinnen und Künstler

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