Expressives Portrait einer Frau mit Zigarette

Künstler

Mädchen mit Harlekinpuppe
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1924
Gebürsch, Theodor
1899
Mainz (DEU)
-
1958
Mainz
Weniges ist vom deutschen Künstler Theo Gebürsch bis heute bekannt. Viele Informationen stammen von seiner Witwe Franziska Gebürsch und dem Mainzer Journalisten Walter Heist. Geboren wurde der Künstler am 11. März 1899 in Mainz. Er studierte bildende Kunst an zwei bekannten Akademie, darunter 1918 an der Kunstakademie in Düsseldorf und 1920 an der Akademie der Bildenden Künste in München. Seine Studentenzeit ist von vielen Städtetrips geprägt, die er teils auch zu Fuß unternahm. So wanderte er 1923 von München nach Venedig. Zu dieser Zeit wohnte Gebürsch noch bis 1926 in Dachau, bereiste aber stets die großen Kunstmetropolen wie Paris, Italien und für kurze Zeit Prag. Obwohl er als „unpolitisch“ beschrieben wurde, war Gebürsch ein Verfechter des Antifaschismus und ist für sein charakteristisches „Anti-Nazitum“ bekannt gewesen. 1936 war er von den politischen Repressalien betroffen. Aus der Sammlung der Deutschen Graphikschau Görlitz werden in Leipzig fünf Druckgrafiken des Künstlers entfernt und sind bis heute als „im NS-Inventar als zerstört“ verzeichnet. Da seine Werke nicht mehr ausgestellt wurden, konnte er sie auch nicht mehr verkaufen. Er versuchte sich daher als Gestalter von humorvollen Witzezeichnungen, diese wurden in den Zeitschriften „Koralle“ und „Woche“ publiziert. Das Ölgemälde auf Leinwand Mädchen mit Harlekinpuppe aus der Sammlung Böhme stammt aus dem Jahr 1924 und ist eines der wenigen erhaltenen Werke. Eine Vielzahl seiner Werke gingen 1944 durch die Bombardierung von Berlin unwiederbringlich verloren. 1945 gingen zudem jene Werke in Rheinhessen durch Artilleriebeschuss verloren. In der Nachkriegszeit siedelte Theo Gebürsch 1948 zurück in seine Heimatstadt und stellte ab diesem Jahr erneut in verschiedenen Städten seine Kunstwerke aus. Nur wenige Jahre konnte Gebürsch den künstlerischen Neustart genießen, denn er verstarb aufgrund eines erlittenen Herzinfarkts am 7. Juli 1958. Walter Heist sagte später über Gebürsch, dass er „einer der menschlichsten Menschen war“. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten“. Dieser ist HIER erhältlich.
Werke

Mädchen mit Harlekinpuppe
Öl auf Leinwand
45,6 × 40,5 cm