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2016 0051

Künstler

2016 0051

Schaufensterattrappen

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o.D.

Grewenig, Fritz

1891

Heusweiler (DEU)

-

1974

Trier (DEU)

Fritz Grewenig

Heusweiler (DEU) 1891– Trier (DEU) 1974

Fritz Grewenig wurde 1891 in Heusweiler geboren und begann dort mit einer Malerlehre im Geschäft seines Vaters Louis Grewenig (1861–1943). Von 1909 bis 1911 besuchte Grewenig die Fachschule für dekorative Malerei in Saarbrücken. Anschließend begann er eine Ausbildung bei dem Saarbrücker Maler Richard Wenzel (1889–1934), bevor er ab 1913 an der Königlich Sächsischen Akademie in Dresden bei Richard Müller (1874–1954), Robert Sterl (1867–1932), Otto Gussmann (1869–1926), Gotthard Kuehl (1850–1915) und Eugen Bracht (1842–1921) studierte. Nach dem Militärdienst 1918 kehrte der Künstler nach Saarbrücken zurück, eröffnete dort ein Atelier, nahm jedoch ab 1920 sein Studium in Dresden wieder auf. 1922 gründete Grewenig im Saarbrücker Atelier eine private Kunstschule und schloss sich dem „Saarländischen Künstlerbund“ an. Im Jahr 1924 wurde er Gründer der Staatlichen Schule für Kunst und Kunstgewerbe in Saarbrücken und leitete diese bis 1936 als Direktor. Ein Jahr danach folgte die Verleihung des Professorentitels. Ab 1927 war er erster Vorsitzender der Sektion Saargebiet des „Verbandes Bildender Künstler“ in Deutschland, zudem wurde er Leiter des Staatlichen Museums für Neue Kunst in Saarbrücken. Grewenig beteiligte sich an zahlreichen Ausstellungen, wie 1932 an der Großen Berliner Kunstausstellung und der Großen Kunstausstellung in Düsseldorf.

Von seinem Posten als Vorsitzender des Künstlerverbandes wurde Grewenig 1933 wegen „separatistischer Umtriebe“ im Saargebiet abgewählt und seine Bilder wurden beschlagnahmt. Nach der „Rückgliederung“ des Saargebietes an das Deutsche Reich wurde 1936 die Staatliche Schule für Kunst und Kunstgewerbe geschlossen und das Staatliche Museum aufgelöst. Grewenig wurde durch Gauleiter Josef Bürckel (1895–1944) von seiner Position als Direktor entbunden. Ab 1942 erhielt Grewenig Ausstellungsverbot. Er arbeitete an der Werkschule in Trier, bis er 1950 an die Staatliche Werkkunstschule in Mainz berufen wurde.

 

LITERATURAUSWAHL:

-Daniela Christmann, Grewenig, Fritz, in: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Bd. 61: Grau Santos–Greyer, hg. von Günter Meißner u. a., München/Leipzig 2009, S. 532–533

-Uwe Loebens, Die arglosen Verräter. Saarländische Kunst im Dritten Reich, in: Saarbrücker Hefte 79/80, 1998.

-Walter Schmeer, Professor Fritz Grewenig, in: Saarbrücker Hefte 22, 1965, S. 87–96

Werke

Blumenstillleben

Öl auf Malkarton

90 × 70 cm

Chrysanthemen auf der Fensterbank

Öl auf Leinwand

84 × 68 cm

Schaufenster-Attrappen

Gouache auf Platte

59,3 × 72,3 cm

Weitere Künstlerinnen und Künstler

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