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2018 0226A

Künstler

2018 0226A

Tanzabend Manda von Kreibig

|

1923

Kreibig, Erwin von

1904

München (DEU)

-

1961

München (DEU)

Erwin von Kreibig wächst als Sohn eines Mathematikers mit seinen zwei Geschwistern in der Kunstszene in München-Schwabing auf. Die Schwester Amanda tanzt schon in jungen Jahren und erhält eine klassische Ballettausbildung am Bayerischen Staatstheater in München, wo sie Tänzerin wird. Zu ihren Lehrern zählen Isadora Duncan, Rudolf Bode und Mary Wigman. Im Jahr 1917 beginnt Erwin von Kreibig seine Lehre als Holzbildhauer an der Städtischen Gewerbeschule in München. Nach seinem Abschluss macht er ab 1919 eine Ausbildung als Metallbildhauer und Ziseleur bei Eugen Ehrenböck. Im Jahr 1921 wird Kreibig an die Kunstgewerbeschule bei Richard Riemerschmid aufgenommen, wo er Kostümentwürfe gestaltet. Er wird Mitarbeiter der Bildhauerwerkstatt von Konrad Bucher und fertigt zusammen mit seinem Bruder Erich Metallarbeiten, die sie auf einem eigenen Stand auf der Leipziger Messe 1923 ausstellen. Daraus ergeben sich Verbindungen bis in die USA nach New York. Kreibig bewegt sich in der Schwabinger Bohème, ist Gast bei Oskar Maria Graf sowie bekannt mit Joachim Ringelnatz. Ab 1922 beginnt er mit ersten Versuchen zu zeichnen und zu malen, entwirft aber weiterhin Kostüme für seine Schwester Amanda. Sie wird Ballettmeisterin und erste Solotänzerin am Darmstädter Landestheater. Gegen Ende des Jahres 1923 entwirft Kreibig für seine Schwester das Plakat Tanzabend Manda von Kreibig, womit er in München Aufmerksamkeit erregt. Er kann sich zunehmend sowohl als Maler als auch als Zeichner sozialkritischer Karikaturen für die Zeitschriften Die Jugend, Simplicissimus und Eulenspiegel profilieren. In den Jahren 1922 und 1923 ist er als Gast bei den Ausstellungen der „Neuen Sezession“ im Glaspalast vertreten. Im Jahr 1926 beteiligt er sich an einem Wettbewerb der Akademie der Bildenden Künste, woraufhin er Meisterschüler bei Josef Wackerle wird. Seinen künstlerischen Durchbruch hat Kreibig 1930 mit der Eröffnung einer großen Ausstellung in der Galerie der „Juryfreien“, in der über hundert seiner Werke gezeigt werden. Die Ausstellung wandert von München aus weiter über Augsburg, Fürth, Bochum und Mühlheim an der Ruhr nach Berlin. Im Mai 1931 folgt eine Ausstellung in der Galerie von Hans Goltz in München. Mithilfe eines Stipendiums der Stadt München hält er sich 1932 in Paris auf und hat ein Atelier in Montparnasse. Bei der Rückkehr nach München Ende des Jahres 1933 bemerkt er schnell die Auswirkungen der nationalsozialistischen Kulturpolitik und emigriert 1934 nach Ibiza. Beim Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges 1936 muss er fluchtartig in einem deutschen U-Boot nach Mallorca übersetzen und kehrt wieder nach München zurück. Hier stellt er fest, dass seine Bilder in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus bei der „Säuberungsaktion“ gegen „entartete“ Kunst vernichtet werden sollen und er selbst als „entarteter“ Künstler geächtet wird. Von Mitarbeitern der Galerie werden sie aber gerettet. Bis 1952 lebt von Kreibig im italienischen Sanremo, anschließend kehrt er wieder nach München zurück

In unserem Museumshop finden Sie das Motiv "Tanzabend mit Manda von Kreibig" auch als Poster!

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten“. Dieser ist HIER erhältlich.

Werke

Tanzabend Manda von Kreibig

Farblithografie auf Leinen aufgezogen

119 × 83,5 cm

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Museum Kunst der Verlorenen Generation

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