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2024 0621A

Künstler

2024 0621A

Mutter und Säugling

|

1954

Neuschul, Ernest

1895

Aussig (CZE)

-

1968

London (GBR)

Trotz mehrerer Exilorte und Zwischenstationen in verschiedenen Ländern versuchte Ernest Neuschul stets, sich in dem jeweiligen politischen und kulturellen System neu zu orientieren. Sein Weg führte ihn von Deutschland über die Sowjetunion nach England, stets auf der Suche nach künstlerischer und persönlicher Stabilität. Geboren in Aussig während der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, wuchs Neuschul in einer wohlhabenden jüdischen Familie auf. Er studierte zunächst als außerordentlicher Schüler an der Kunstakademie Prag, später an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt Wien. Um sich der Einberufung zum Kriegsdienst zu entziehen, ging er 1916 nach Krakau, wo er Grafik studierte. 1918 folgte ein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Prag bei Franz Thiele (1868–1945). In diesem Jahr lernte er seine erste Frau kennen, die holländisch-javanische Tänzerin Lucie Lindemann (Künstlername „Takka-Takka“; 1890–1980). 1919 schloss er sein Studium mit einer Einzelausstellung im Prager Weinerts Salon ab, und noch im selben Jahr trat er der KPD bei. 1920 zog das Paar nach Berlin, wo Neuschul sich intensiv mit ostindischem Tanz auseinandersetzte. Parallel zu seinem wachsenden künstlerischen Erfolg entdeckte er seine Leidenschaft für das Tanzen. Unter dem Künstlernamen „Yoga-Taro“ tourten er und seine Frau in den 1920er-Jahren mit dem Programm „Asiatische Phantasien“ durch Europa, die USA und Kanada.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten“. Dieser ist HIER erhältlich.

Werke

Kleideranprobe

Öl auf Hartfaserplatte

74 × 61,5 cm

1946/49

2022 0503A

Neuschul, Ernest

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Kleideranprobe

1946/49

Öl auf Hartfaserplatte

74 × 61,5 cm

ErnestNeuschul

Mutter und Säugling

Öl auf Leinwand

76 × 50,8 cm

1954

2022 0503A

Neuschul, Ernest

|

Mutter und Säugling

1954

Öl auf Leinwand

76 × 50,8 cm

Museum Kunst der Verlorenen Generation

Prof. Dr. Heinz R. Böhme gemeinnützige Stiftung
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

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