Skip to Content
Museum logo de web
2020 0336A

Künstler

2020 0336A

Stillleben mit Musikinstrumenten

|

1935

Nungesser, Alfred

1903

Offenbach (DEU)

-

1983

Dreieich (DEU)

Alfred Nungesser wurde 1903 in Offenbach in Hessen geboren. Er begann ab 1924 mit dem Kunststudium an der Frankfurter Kunstschule (auch „Städelschule“). Die ersten beiden Jahre studierte Nungesser bei Johann Vinzenz Cissarz. Er konnte sein Talent schon im ersten Studienjahr mit seiner Beteiligung an der „1. Ausstellung der Kunstgewerbeschule“ 1925 unter Beweis stellen. Im folgenden Studienjahr wählte der damalige Direktor Fritz Wichert Alfred Nungesser 1926 als Schüler für Beckmanns Meisterklasse aus. Der Unterricht bei Beckmann regte ein neues kreatives Potenzial bei Nungesser an, und er schätzte die besondere Aufmerksamkeit des Lehrers, der sich sehr genau mit jeder einzelnen Arbeit seiner Klasse auseinandersetzte. Trotzdem fühlte er sich bei Beckmann nicht richtig aufgehoben, da er insbesondere mit den mangelnden Erläuterungen des Lehrers unzufrieden war. Nach nur einem Jahr in der Meisterklasse verließ Nungesser 1927 die Städelschule und bedauerte später, nicht länger geblieben zu sein. Zur Erweiterung seiner Kenntnisse wechselte er an die Offenbacher Kunstgewerbeschule, wo er bei Richard Throll und Rudolf Koch studierte. Danach besuchte er 1928 die Königliche Kunstschule in Berlin. Auf das Drängen seiner Eltern nach einer sicheren Berufsgrundlage machte er in der Hauptstadt eine Ausbildung zum Kunsterzieher. Seine Berliner Jahre von 1928 bis 1931 prägten ihn künstlerisch entscheidend. Ab 1932 begann er ein Studium der Biologie, für das er wieder nach Frankfurt zurückkehrte. Für die Zeit ab 1933 gab es nur wenige Angaben über sein künstlerisches Schaffen. Nach seinem Abschluss war Nungesser ab 1936 bis zu seiner Pensionierung 1962 Kunsterzieher am Gymnasium Philippinum in Weilburg an der Lahn. Nach dem Krieg war seine Arbeit durch seine Kriegserlebnisse von Nachdenklichkeit und Niedergeschlagenheit geprägt. 1980, drei Jahre vor seinem Tod, wurden zwei seiner Werke in der Ausstellung „Max Beckmanns Frankfurter Schüler 1925-1933“ des Karmeliterklosters in Frankfurt am Main gezeigt. Er verstarb 1983 in Dreieich im Landkreis Offenbach.

Werke

Stillleben mit Musikinstrumenten

Öl auf Leinwand;Oil on canvas

70,5 × 46 cm

Museum Kunst der Verlorenen Generation

Prof. Dr. Heinz R. Böhme gemeinnützige Stiftung
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

crossmenuarrow-right