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2021 0386A

Künstler

2021 0386A

Selbstporträt

|

1936

Pauser, Sergius

1896

Wien (AUT)

-

1970

Klosterneuburg (AUT)

Am 28. Dezember 1896 kam der österreichische Künstler Sergius Pauser zur Welt. Infolge einer inspirierenden Romreise entscheid er sich 1914, den Künstlerberuf ausüben zu wollen. Der Erste Weltkrieg stand jedoch kurz bevor: Paiser leistete seinen Kriegsdienst an der Ostfront von 1915 bis 1918. Nach seiner Rückkehr studierte er von 1919 bis 1926 an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1924 lebte er äußerst zurückgezogen auf dem Land, wo er sich dem Stillleben widmete. Er ließ sich von großen Künstlerpersönlichkeiten wie Max Beckmann und Otto Dix inspirieren. Deshalb malte er in den 1920er-Jahren vor allem realistische Bilder. Insbesondere seine Porträts fanden großen Anklang, was ihn 1926/1927 dazu bewog, nach Wien zurückzukehren. Für seine künstlerischen Arbeiten erhielt er 1932 den Großen Österreichischen Staatspreis, den er 1965 ein zweites Mal entgegennahm. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland zog sich der Künstler aus Angst vor Diffamierung in die innere Emigration zurück. Er malte beinahe „altmeisterliche“ Werke, die nicht mehr mit seinem früheren modernen Stil zu tun hatten. Mit seiner neuen Maltechnik entstand auch das Ölbild „Luis Trenker mit Kamera“ aus dem Jahr 1938, das vom Reichsminister für Kunst und Kultur angekauft wurde. Ein weiteres Werk mit dem Titel „Frau Hilda Trenker“ wurde 1939 im Saal 35 der Großen Deutschen Kunstausstellung gezeigt. Bei den dargestellten Personen handelte es sich um den Alpenfilm-Regisseur und olympischen Fünferbobfahrer Alois Franz Trenker (1892–1990) und seine Ehefrau Hilda, geborene von Bleichert (1903–1988). Ab 1938 verbrachte Sergius Pauser seine Zeit auf Studienreisen, die ihn nach Italien, Frankreich und in die Schweiz führten. 1943 wurde er Leiter der Meisterschule für Bildnismalerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Obwohl seine Kunstwerke bei Nationalsozialisten Anklang fanden, wurde er selbst 1944 als sogenannt „politisch unzuverlässig“ eingestuft. Im selben Jahr wurde er in ein Schanz-Lager bei Bad Radkersburg interniert. Mit „Schanz“ bezeichnete man Befestigungsarbeiten für militärische Zwecke, wie Panzergräben, Schützengräben und andere Verteidigungsanlagen. Im Herbst 1944 wurden zahlreiche Menschen zum Schanzen eingesetzt, um die vorrückende „Rote Armee“ aufzuhalten. Aufgrund gesundheitlicher Probleme wurde Pauser jedoch wieder entlassen. Pauser war ein geschätzter Künstler, der mit namhaften Preisen geehrt wurde. 1966 kehrte er als Lehrperson an die Wiener Akademie der Bildenden Künste zurück.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten“. Dieser ist HIER erhältlich.

Werke

Selbstporträt

Öl auf Karton

45,5 × 35,5 cm

1936

2021 0386A

Pauser, Sergius

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Selbstporträt

1936

Öl auf Karton

45,5 × 35,5 cm

Sergius Pauser

Damenporträt

Öl auf Leinwand

73,3 x 60,1 cm

1945

2021 0386A

Pauser, Sergius

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Damenporträt

1945

Öl auf Leinwand

73,3 x 60,1 cm

Museum Kunst der Verlorenen Generation

Prof. Dr. Heinz R. Böhme gemeinnützige Stiftung
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

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