Samuel Leser „Mommie“ Schwarz wurde 1876 in eine jüdische Kaufmannsfamilie in Zutphen in den Niederlanden geboren. Ab 1891 half Schwarz in jungen Jahren im elterlichen Kurzwarenladen aus. Im Jahr 1897 reiste er mit seinem Bruder Julius zum ersten Mal nach New York, wo er bis 1902 blieb. Dort illustrierte er Zeitschriften und entwarf Buchcover und Poster. Zurück in Europa immatrikulierte er sich für das Semester 1902/03 an der Koninklijke Academie voor Schone Kunsten in Antwerpen. Mit dem dort vorherrschenden Stil konnte er sich nicht identifizieren und brach das Studium vorzeitig ab. Im selben Jahr reiste er erneut nach New York und wurde in der Einwanderungsliste als „Schwartz uit Lutphen, painter“ geführt. Um 1908/09 kehrte Schwarz endgültig nach Europa zurück und kam nach Berlin. Dort traf er seine Jugendfreundin und spätere Ehefrau, die Malerin Else Berg.
Nach einem gemeinsamen Parisaufenthalt um 1908/09 knüpften sie viele Kontakte zu niederländischen Künstlern. Sie ließen sich um etwa 1909/10 in den Niederlanden nieder und schlossen sich der sogenannten Bergener Schule an. 1920 heiratete Schwarz Else Berg. Es folgten Reisen nach Spanien, Italien, Frankreich, Belgien, in das ehemalige Jugoslawien sowie zurück nach Belgien (Limburg an der Weser). Trotz des Einmarschs der deutschen Truppen im Mai 1940 blieben Schwarz und seine Ehefrau in Amsterdam. Zwischen 1941 und 1942 tauchten sie in Baambrugge bei Amsterdam unter, kehrten aber aus unbekannten Gründen zurück in die Hauptstadt. Im November 1942 wurden sie inhaftiert und über das Durchgangslager Westerbork nach Auschwitz überführt, wo sie am 19. November hingerichtet wurden.
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