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Untitled design (8)

Künstler

Untitled design (8)

Bildnis eines Rotbärtigen Dr. Rudolf Cahn-Speyer (1881–1940)

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1933

Battke, Heinz

1900

Berlin (DEU)

-

1966

Frankfurt am Main (DEU)

Heinz Battke

Berlin (DEU)1900 – 1966 Frankfurt am Main (DEU)

Heinz Battke wurde 1900 in Berlin in großbürgerlichen Verhältnissen geboren. Sein Vater, Max Battke (1863–1916), war Komponist und Musiklehrer am Konservatorium des Westens in Berlin. Nach dessen Tod heiratete die Mutter, Ada Battke (1877–1959), den Dirigenten und Komponisten Dr. Rudolf Cahn-Speyer (1881–1940), der sich rege an der Debatte um das musikalische Urheberrecht beteiligte. Im Jahr 1918 begann Heinz Battke an der privaten Kunstschule von Adolf Propp (1882–1936) in Berlin, wechselte 1921 an die Preußische Akademie der Künste und studierte bis 1925 bei Karl Hofer (1878–1955). Im Jahr 1927 präsentierte Battke seine erste Einzelausstellung in der Galerie Neuman-Nierendorf. An die Berliner Lehrjahre schloss sich ein zweijähriger Studienaufenthalt in Paris an. Battke war Experte für antike Ringe und ein großer Sammler. 1934 arbeitete er für ein Jahr ehrenamtlich im Berliner Schloss-Museum, wo er die dortige Ringsammlung katalogisierte und publizierte. 1935 wurde dem Künstler die Leitung der Malklasse der Rheinländischen Akademie angeboten, Voraussetzung war allerdings der Eintritt in die NSDAP. Dem verweigerte er sich, woraufhin er als „entarteter“ Künstler verfemt und von der „Reichskulturkammer“ ausgeschlossen wurde. Er übersiedelte ins Exil nach Florenz zu seiner Mutter, die bereits vorher mit ihrem Mann ausgewandert war. 1941 wurde Battke als Dolmetscher für Italienisch zur Deutschen Luftwaffe nach Sizilien eingezogen. Sein Freund Rudolf Levy wurde 1943 von der Gestapo verhaftet und in das Florentiner Gefängnis Le Murate eingeliefert. Der Befreiungsversuch Battkes schlug fehl, und Levy wurde nach Auschwitz deportiert. Battke wurde 1944 nach der Befreiung von Florenz von den Alliierten gefangen genommen und in das Internierungslager in Padula in Salerno gebracht. Im Juli 1945 wurde er entlassen und konnte nach Florenz zurückkehren. 1949 zeigten zwei Galerien in Florenz und Venedig seine Arbeiten. Ein Freund Battkes zeigte der Kunstförderin Hanna Bekker vom Rath einige Arbeiten des Künstlers, woraufhin diese 1950 eine Ausstellung in ihrem Kunstkabinett in Frankfurt am Main organisierte. Im Jahr 1956 wurde Battke zur Leitung der Klasse freie Grafik an die Städelschule in Frankfurt am Main berufen. Es folgten zahlreiche Einzelausstellungen im deutschen Sprachraum und Beteiligungen auf internationaler Ebene. 1957 wurde er in den Vorstand der „Frankfurter Sezession“ aufgenommen.

Werke

Der Maler (Selbstporträt)

Öl auf Leinwand

100 × 65 cm

Bildnis eines Rotbärtigen Dr. Rudolf Cahn-Speyer (1881–1940)

Öltempera und Öl auf Holz

50 × 40 cm

Weitere Künstlerinnen und Künstler

Museum of Lost Generation Art

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