Künstler
Heck, Georg
1897
Frankfurt am Main (DEU)
-
1982
Frankfurt am Main (DEU)
Georg Heck Frankfurt am Main (DEU) 1897 – Frankfurt am Main (DEU) 1982 Georg Heck machte zunächst eine Lehre als Kunstschmied und arbeitete danach von 1914 bis 1916 als Fabrikarbeiter in den Adlerwerken seiner Geburtsstadt. Ab 1916 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und an der Westfront stationiert. In Frankreich geriet er in Gefangenschaft, aus der er erst 1920 entlassen wurde. Ab 1921 arbeitete Heck erneut in den Adlerwerken und verlor dort durch einen Arbeitsunfall mit einem Stahlsplitter sein rechtes Augenlicht. Wenige Jahre später schrieb er sich 1923/24 an der städtischen Kunstschule in Frankfurt (im Folgenden auch „Städelschule“) ein, wo er ab 1925 bei Johann Vincenz Cissarz studierte. Sein Eintritt in die Meisterklasse von Max Beckmann erfolgte 1928. Auf Vermittlung von Beckmann konnte er ab 1929 ein großes Wandfresko im Casino des Hochhauses der I.G.-Farben in Frankfurt gestalten, das jedoch später von den Nationalsozialist:innen übermalt wurde. Von 1930 bis 1932 erhielt Heck nach eigenen Angaben ein Stipendium der Städelschule. Bis 1932 blieb er wahrscheinlich offizielles Mitglied der Meisterklasse Beckmanns. Noch im Februar 1933 beteiligte sich Heck an der Ausstellung „Das junge Frankfurt“ im Frankfurter Kunstverein. Nur wenige Monate später wurden Werke von Heck in der Verbrennung am Römerberg vernichtet. Wegen erheblicher Mietverschuldung wurde ihm das Atelier am Städel gekündigt. Im Frankfurter Karmeliterkloster fand er schließlich eine neue Unterkunft und Arbeitsstätte. Um vermutlich weiterhin künstlerisch tätig sein zu können, wurde er ab 1. Januar 1934 Mitglied der Reichskulturkammer und der Deutschen Arbeiterfront (DAF). Auch dem Reichsluftschutzbund (RLB) schloss er sich 1935 an. Trotzdem wurden 1937 seine Bilder in der Aktion „Entartete Kunst“ aus der städtischen Galerie in Frankfurt am Main beschlagnahmt, um „verwertet“ zu werden. Vermutlich wurden sie in der Folge zerstört. Einstweilen blieb Heck 1939 noch vom Fronteinsatz verschont, da er aufgrund eines Magen- und Gallenleidens auf Kur war und nicht mit seiner vorgesehenen Truppe ausrücken konnte. Doch 1942 wurde der Künstler erneut in den Kriegsdienst eingezogen und beim Luftschutz sowie als Asphaltierter eingesetzt. Im März 1944 wurde bei den Bombenangriffen auf Frankfurt fast sein gesamtes im Karmeliterkloster lagerndes Werk und sein persönlicher Besitz zerstört. Noch 1945 wurde er als Kartograph und Koch an die Front in Ungarn versetzt. Dort fiel er Partisanen in die Hände, wurde unter englischer Gefangenschaft nach Italien gebracht und erst nach mehreren Monaten entlassen. Nach Kriegsende gründete er 1953 mit Kolleg:innen wie Arthur Fauser oder Louise Rösler die „Frankfurter Sezession“, deren erste Ausstellung im Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath stattfand. Er wandte sich zunehmend der abstrakten Kunst zu, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine dominante Kunstströmung darstellt. Erst ab 1980 entstand eine erneute breitere Aufmerksamkeit für den Künstler. 1982 verstarb Heck nach einem Sturz im Krankenhaus.
Werke
Abstrakte Farbkomposition
Gouache auf Bütten
70 × 100 cm
Abstrakte Komposition
Tusche und Deckweiß auf Papier
14,8 × 14 cm
Zwei Rückenakte
Tusche auf Papier
47 × 32 cm
Abstrakte Farbkomposition
Kreide auf Japanpapier
30 × 40 cm
Flieder am Fenster
Öl auf Leinwand
80,3 × 44,3 cm
Liegendes Mädchen
Öl auf Leinwand
60,5 × 102 cm
Ein LebenTraumSehnsuchtBegegnungTanzMutterschaftTaufeTod
Holzschnitt auf Papier
26 × 20 cm
Ein LebenTraumSehnsuchtBegegnungTanzMutterschaftTaufeTod
Holzschnitt auf Papier
26 × 20 cm
Ein LebenTraumSehnsuchtBegegnungTanzMutterschaftTaufeTod
Holzschnitt auf Papier
26 × 20 cm
Ein LebenTraumSehnsuchtBegegnungTanzMutterschaftTaufeTod
Holzschnitt auf Papier
26 × 20 cm