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Künstler

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Sauerland Ebbe

|

1936

Kaus, Max

1891

Berlin (DEU)

-

1977

Berlin (DEU)

Der Vater von Max Kaus, Joseph Kaus, ist als Kirchen- und Textilmaler in Berlin-Moabit tätig und stirbt, als Kaus drei Jahre alt ist. Mit vierzehn Jahren verlässt Kaus die Volksschule, um Maler zu werden. Zunächst beginnt er eine Malerlehre und besucht begleitend die Kunstgewerbeschule in Berlin-Charlottenburg. Nach seinem Lehrabschluss 1908 wird er dort Vollschüler bei Meinhard Jacoby (1873–1956) und arbeitet währenddessen als freier Dekorationsmaler. Im Jahr 1913 bezieht er ein eigenes Atelier in Berlin-Charlottenburg. Mit einem Reisestipendium der Schule geht er zusammen mit seinem Studienfreund Hans Orlowski (1894–1967) nach Paris. Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs kehrt Kaus nach Deutschland zurück. Er wird als Sanitäter beim Roten Kreuz ausgebildet und kommt mit einem Sanitätszug nach Gent. Durch seine Versetzung nach Ostende im Jahr 1916 lernt er die Maler Erich Heckel (1883–1970), Anton Kerschbaumer (1885–1931), Otto Herbig (1889–1971) sowie den Dichter Ernst Morwitz (1887–1971) kennen. In Ostende dient Kaus im Sanitätstrupp des Kunsthistorikers Walter Kaesbach (1879–1961), der so befreundete Künstler vor dem direkten Einsatz an der Front bewahren kann. Mit Erich Heckel, der zu Kaus‘ Vorbild wird, entwickelt sich eine künstlerische Freundschaft. Nach Kriegsende kehrt Kaus nach Berlin zurück und hat 1919 seine erste Ausstellung in der Galerie Ferdinand Möller (1882–1956), danach folgen Ausstellungen in den Galerien Paul Cassirer (1871–1926) und Karl Nierendorf (1889–1947).

Im Jahr 1920 wird Kaus Mitglied der Freien Sezession in Berlin und schließt Bekanntschaft mit Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) und Otto Müller (1874–1930), mit denen er mehrere gemeinsame Ausstellungen gestaltet. Kaus heiratet die Porzellanmalerin Gertrud Kant und gemeinsam unternehmen sie zahlreiche Reisen, nach Oberitalien, Tirol und in die Schweiz. Ab 1926 unterrichtet er an seiner früheren Schule, der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Berlin-Charlottenburg. Im Jahr 1929 erhält er den Villa-Romana-Preis des Deutschen Künstlerbundes.

Seit 1935 ist Kaus Lehrer für figürliche Malerei an den Vereinigten Staatsschulen in Berlin. 1937 werden zahlreiche Werke des Künstlers aus Ausstellungen und Museen entfernt, und 1938 muss Kaus seine Lehrtätigkeit beenden. Er geht in die innere Emigration und beschränkt sich auf Landschaftsbilder. Als 1944 Gertrud verstirbt, heiratet er erneut: Dieses Mal die Kunststudentin Brigitte Kramm, die Ehe hält jedoch nur drei Jahre. Laut einem Werkverzeichnis wird er in den letzten Kriegsmonaten 1945 noch zum sogenannten „Volkssturm“ eingezogen. Im Jahr 1949 erhält Kaus eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Berlin.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.

Werke

Sauerland Ebbe

Aquarell und Deckfarbe auf Papier

52 × 84 cm

Museum of Lost Generation Art

Prof. Dr. Heinz R. Böhme charitable foundation
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

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