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Untitled design (85)

Künstler

Untitled design (85)

Hafenarbeiter

|

o.D.

Stern, Max

1872

Düsseldorf (DEU)

-

1943

Düsseldorf (DEU)

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die künstlerische und persönliche Existenz des deutsch-jüdischen Künstlers Max Stern systematisch zerstört. Seine Ehe mit Alice Helen Burnier galt den Nationalsozialisten als sogenannte „Rassenschande“ und wurde zur Zielscheibe antisemitischer Hetze. Propagandistische Forderungen nach drakonischen Strafen für „Mischehen“ kursierten bereits seit den frühen 1920er-Jahren. Beruflich wurde Stern zunehmend ausgegrenzt: Zwar nahm er bis 1936 noch an Ausstellungen teil, unter anderem im Jüdischen Kulturbund und in der Reichsausstellung jüdischer Künstler:innen, doch 1937 beschlagnahmten die Behörden seine Kohlezeichnung Rastende Pilger als „entartet“ aus der Düsseldorfer Kunstsammlung. Sein zuvor großbürgerlicher Lebensstil wich ab 1933 einem zurückgezogenen Leben; er suchte Schutz im Privaten und zog sich zeitweise an abgelegene Orte zurück.

Jüdische Familien und Menschen in „Mischehen“ wurden gezielt verfolgt, überwacht und schikaniert. Nach der Reichspogromnacht 1938 drang die SA in Sterns Haus ein, zerstörte seine Kunstwerke und das Mobiliar. Nachbarn halfen ihm heimlich mit Lebensmitteln und Geld. Am Pfingstsamstag 1943 wurde ihm als Jude der Zutritt zu einem Luftschutzbunker verweigert. Beim schweren Luftangriff auf Düsseldorf im Juni kam Stern unter den Trümmern ums Leben. Seine Frau Alice überlebte den Angriff, zerbrach jedoch an den traumatischen Erfahrungen und nahm sich wenig später das Leben.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.

Werke

Flaneure im Park

Öl auf Leinwand;Oil on canvas

62,5 × 51 cm

Damenporträt

Öl auf Leinwand;Oil on canvas

87,5 × 64,5 cm

Hafenarbeiter

Öl auf Leinwand;Oil on canvas

100 × 58 cm

Museum of Lost Generation Art

Prof. Dr. Heinz R. Böhme charitable foundation
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

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