Künstler
Jacobs, Hella
1905
Hamburg (DEU)
-
1974
Hamburg (DEU)
Hella Jacobs wurde 1905 in Hamburg geboren. In den Jahren 1924 -1926 besucht sie die Kunstgewerbeschulen in Hamburg und Altona, wo sie Gebrauchsgraphik studierte. Von 1926 – 1931 arbeitete sie als technische Zeichnerin im Architekturbüro Friedrich Ostermeyer in Hamburg. Parallel dazu absolvierte sie eine Tischlerlehre mit Gesellenprüfung. Aufgrund mangelnder Aufträge wurde sie entlassen und war als freischaffende Künstlerin bei verschiedenen Verlagen tätig. Durch die Förderung des Verlegers Kurt Enoch erhielt sie wieder Aufträge. 1930/1 bezog Jacobs ein Atelier in der Villa Ohlendorff. Als Vertreterin der künstlerischen Avantgarde geriet sie unter dem NS-Regime in Ungnade: ihr Werk wurde als „entartet“ eingestuft, was ihre beruflichen Möglichkeiten stark einschränkte. 1932 volontierte Jacobs bei der Keramikfabrik Sailer. 1935 verbrachte sie einen Studienaufenthalt in Positano und 1936/37 in Paris. Jacobs zog sich in die innere Emigration zurück und stellte ab 1937 nicht mehr aus. In den Jahren 1938-41 war sie mit Alfred Lübkert verheiratet. Von 1940-43 arbeitete sie als technische Zeichnerin im Architekturbüro Bomhoff und Schöne, Hamburg. Aus Angst vor Verfolgung brachte sie ihre Werke zu ihrer Schwester Pauline Steinbrinker. Bei der Bombardierung Hamburgs gingen diese jedoch verloren. In den Nachkriegsjahren war Jacobs stark physisch und psychisch angeschlagen und konnte in der Kunstszene nicht mehr Fuß fassen. Sie verstarb 1974 in Hamburg.
Werke
Flötenkind
Öl auf Leinwand
70 × 60 cm