
Artist

Das Fischernetz
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1945
Schülein, Julius Wolfgang
1881
Munich
-
1970
New York (USA)
Der Münchner Künstler Julius Wolfgang Schülein stammte aus einer assimilierten deutsch-jüdischen Bankiersfamilie. Zunächst studierte er an den Universitäten in München und Berlin Jura. Als Nebenfächer belegte er Philosophie, Kunstgeschichte und Nationalökonomie. Nach dem bestandenen Ersten Staatsexamen beendete er sein Studium und wurde 1905 in den Vorbereitungskurs der Malschule von Moritz Heymann aufgenommen. Anschließend besuchte er die renommierte Akademie der Bildenden Künste in München, wo er die Zeichenklasse unter Hugo Habermann besuchte. Danach eröffnete Schülein sein eigenes Atelier, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wohnhaus der Familie von Thomas Mann befand. Der spätere Literaturpreisträger und seine Ehefrau Katia Mann, geborene Pringsheim, lebten zu dieser Zeit in der Nähe und blieben mit Schülein freundschaftlich verbunden. 1908 zog es den Künstler nach Paris, wo er bis 1913 an der Académie de La Palette, einer renommierten privaten Kunstakademie, studierte. Dort lernte er die Künstlerin Suzanne Carvallo (1883–1972) kennen, in die er sich verliebte. Die beiden heirateten 1912. Ein Selbstbildnis der Künstlerin befindet sich heute in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Ein Jahr nach ihrer Trauung zog das Paar nach München, wo 1916 ihre Tochter Katharina (Catharine) zur Welt kam. In München erwartete die Schüleins zudem eine angesehene Verwandtschaft, die seit 1873 dort ansässig war und sich insbesondere in der Brauereibranche einen Namen gemacht hatte. Schülein wurde Mitbegründer der Neuen Sezession, wo er gemeinsam mit dem Künstler Max Unold Schriftenführer war. Die Familie verbrachte viel Zeit am Gardasee und in Venedig, bis sie 1930 nach Berlin umzog. Im April 1933 flohen sie nach Frankreich, wo Schülein Teil der 1937 gegründeten Gruppe „Freier Künstlerbund“ (L'Union des Artistes Libres) wurde. Dort waren auch Hein Heckroth, Erwin Oehl, Max Oppenheimer, Eugen Spiro, Robert Liebknecht, Jechezkiel David Kirszenbaum und Horst Strempel Mitglieder. Seine Druckgrafiken wurden im August 1937 aus diversen städtischen Kunstsammlungen beschlagnahmt und sind bis heute als „im NS-Inventar als zerstört“ verzeichnet. Betroffen waren unter anderem das Museum Folkwang in Essen, die Kunsthalle Bremen und das Kaiser-Friedrich-Museum in Magdeburg. Mit seiner Familie floh Schülein nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 über Paris und Lissabon und letztlich per Schiff nach New York. Dort hatte er 1945 seine erste Ausstellung in der Galerie M. Knoedler & Co. Im Jahr 1951 erhielt er von der Akademie der Bildenden Künste München eine Ehrenprofessur. Er starb am 25. November 1970 in New York City. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten“. Dieser ist here erhältlich.
artworks

Paris
Öl auf Karton
19,5 × 23,5 cm
o. D.

Schülein, Julius Wolfgang
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Paris
o. D.
Öl auf Karton
19,5 × 23,5 cm

Italienische Hafenstadt
Oil on artist's board
38 × 46 cm
o. D.

Schülein, Julius Wolfgang
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Italienische Hafenstadt
o. D.
Oil on artist's board
38 × 46 cm

Steg in Forte dei Marmi
Oil on canvas
38 × 46 cm
o. D.

Schülein, Julius Wolfgang
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Steg in Forte dei Marmi
o. D.
Oil on canvas
38 × 46 cm

Das Fischernetz
Öl auf Karton
49 × 74 cm
1945
