Expressives Portrait einer Frau mit Zigarette

Künstler

Stillleben
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o.D.
Böttcher, Hans
1897
Berlin (DEU)
-
1986
Berlin (DEU)
Der heute noch weitgehend unbekannte Berliner Künstler Hans Böttcher stellt ein gutes Beispiel für die komplexe Auseinandersetzung mit den Künstler*innen der Verlorenen Generation dar. Über Böttcher, der ab 1919 als freischaffender Maler in Berlin arbeitete, bleibt bislang nur weniges bekannt. Soweit Recherchen ergaben, besuchte er weder eine Akademie noch eine Kunstschule und eignete sich sein künstlerisches Handwerk als Autodidakt selbst an. Zugleich erhielt er Unterricht und Anregungen vom Landschafts- und Bildnismaler Gustav Richter sowie Hinweise für das grafische Zeichnen von Karl Böhm. Ab der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 bis zum Kriegsende 1945 konnte Böttcher, vermutlich aufgrund seines surrealistischen Stils, nicht ausstellen und verkaufen. Zudem wurden seine Bilder im Krieg vernichtet, darunter rund 3.000 Zeichnungen. In der Nachkriegszeit schloss er sich dem Berliner Kulturkollektiv an, dem auch die Künstler Max Pechstein sowie Otto Möller angehörten. In seinen Spätwerken findet Böttcher zur Abstraktion. Das Werk „Surreales Stillleben mit Köpfen“ war Bestand des Künstlernachlasses und ist in der derzeitigen Sonderausstellung der Sammlung Böhme „Surrealismus, Kubismus, Dada“ zu sehen! Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten“. Dieser ist HIER erhältlich.
Werke

Die wilden Zwanziger
Öl auf Karton
47 × 30 cm

Damenporträt
Öl auf Pappe
46 × 33,5 cm

Stillleben
Öl auf Pappe
46 × 33,5 cm

Surreales Stillleben mit Köpfen
Öl auf Leinwand
70,2 × 59,2 cm