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Porträt Mela Kempinski (1884–1972) | 1933
Opening Hours

Wednesday – Saturday
10am – 5pm

The museum is closed due to Covid-19 restrictions until 9th of February.
Different opening hours during Salzburg Festival.

 

 

Die Verlorene Generation

Das Museum Kunst der Verlorenen Generation präsentiert eine außergewöhnliche Privatsammlung von Kunstwerken von Künstlern der sogenannten Verlorenen Generation. Der Kunsthistoriker Rainer Zimmermann (1920-2009) prägt 1980 den Begriff der „Verschollenen“ oder „Verlorenen“ Generation. Er zieht eine Parallele zum Begriff „Lost Generation“, den Hannah Arendt (1906-1975) und Gertrude Stein (1874-1946) für die amerikanische Schriftstellergeneration der 1920er-Jahre gewählt haben.

Die Künstler und Künstlerinnen wurden um die Jahrhundertwende im damaligen Deutschen Kaiserreich, in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie oder in den östlich angrenzenden Gebieten zum Russischen Reich geboren. Sie wurden durch das nationalsozialistische Regime in ihrer künstlerischen Tätigkeit massiv eingeschränkt und als „entartet“ verfemt. Aus diesem Grund sind die meisten dieser Künstler einem breiteren Publikum unbekannt. Sie waren Schüler von bekannten Lehrern ihrer Zeit, wie Max Liebermann (1847-1935), Max Beckmann (1884-1950), Otto Dix (1891-1969), Lovis Corinth (1858-1925) oder Henri Matisse (1869-1954) und standen oft bereits am Höhepunkt ihres künstlerischen Schaffens. Die Machtergreifung 1933 und der damit einhergehende politische Wandel brachten radikale Einschnitte im Kunst- und Kulturleben mit sich. Mit der Einrichtung der Reichskulturkammer kam es zu deutlichen Restriktionen in allen Bereichen des kulturellen Lebens. Kunst durfte nur noch der Ideologie beziehungsweise der Propaganda dienen. Der vorherrschende Stilpluralismus der Zeit war nicht länger erwünscht, viele dieser Künstler wurden wegen politischer, rassistischer und religiöser Gründe angefeindet, verfolgt, in die Emigration getrieben oder ermordet. Ihre Bilder wurden im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ 1937 aus öffentlichen Sammlungen und Museen entfernt, verhöhnt, zerstört oder mit etwas Glück versteckt.

Das Museum Kunst der Verlorenen Generation

Das Museum Kunst der Verlorenen Generation wurde im Oktober 2017 mit der Ausstellung „Wir haben uns lange nicht gesehen“ von Prof. Dr. Heinz Böhme eröffnet. Das privat geführte, gemeinnützige Museum möchte Künstlern der Verlorenen Generation neue Aufmerksamkeit schenken und deren Lebenswerk biographisch durchleuchten. Die Sammlung Böhme zählt zurzeit ca. 400 Werke, hauptsächlich Ölgemälde. Die Sammlung wird laufend erweitert.

Die historischen Räumlichkeiten in einem traditionellen Altstadthaus in Salzburg, dem um 1300 erbauten „Steinhauserhaus“, geben Einblick in das zweite Wohnzimmer des Sammlers. Mit seinem zeitgenössisch-antiken Mobiliar und einer eigenen Bibliothek zum Thema der Verlorenen Generation lädt es zum Verweilen ein. Insgesamt stehen 300 Quadratmeter durchgehende Ausstellungsfläche zur Verfügung. Oftmals ist der Sammler auch persönlich anzutreffen und führt auf Anfrage gerne durch seine Sammlung.

Unsere Räumlichkeiten

Vermietung der Räumlichkeiten

Für besondere Anlässe, Veranstaltungen oder Ausstellungen können die außergewöhnlichen historischen Räume des Museums Kunst der Verlorenen Generation gesamt oder auch einzeln gemietet werden.

Bei Interesse bitten wir Sie um schriftliche Anfragen mit Terminwunsch und Bezeichnung und Art der Veranstaltung an         museum@verlorene-generation.com

Opening Hours

Wednesday – Saturday
10am – 5pm

The museum is closed due to Covid-19 restrictions until 9th of February.
Different opening hours during Salzburg Festival.