Skip to Content
Museum logo de web
2016 0030

Artist

2016 0030

Zwei Männer im Gespräch

|

1949

Esser, Heinrich

1895

Aachen (DEU)

-

1985

Potsdam (DEU)

Über den Lebenslauf von Heinrich Esser gibt es nur wenige Angaben. Er wurde 1895 in Aachen geboren. Von der gewerblichen Abteilung der dortigen Städtischen Pflichtfortbildungsschulen lag ein Entlassungszeugnis vom 20. März 1912 vor. Über einen Verwandten kam er nach Berlin und arbeitete als Malergehilfe bei der Firma Behrens. Hörerkarten der Berliner Humboldt-Akademie Freie Hochschule von 1916 belegten sein Studium in dieser Zeit. Aus einem Brief von Fritz Stahl (1864–1928), damals Kunstkritiker beim Berliner Tageblatt, vom 7. April 1924 ging hervor, dass Esser seine Arbeiten in der Öffentlichkeit zeigen wollte. Ihm wurde nahegelegt, sich an Hermann Sandkuhl (1872–1936) zu wenden, dem Begründer der „Juryfreien Kunstausstellung“ in Berlin. Der Katalog der darauffolgenden Ausstellung von 1924 ließ allerdings keine Teilnahme Essers erkennen. Er nannte sich fortan „Derharri“. Unter diesem Pseudonym stellte er im Jahr 1925 sein Gemälde Die Tafelrunde (Abb. S. 84/85) in der „Berliner Sezession“ (Katalog Nr. 23) aus und erhielt erstmals Aufmerksamkeit. Ein Jahr darauf, 1926, konnte er sein Gemälde Weib mit Blume auf der Großen Berliner Kunstausstellung (Katalog Nr. 132) zeigen. Im Jahr 1927 war er auf der „Juryfreien Kunstausstellung“ in Berlin mit zwei Werken, Ein Streitfall und Totentanz, vertreten. Dass Heinrich Esser in seinem damaligen Umfeld doch nicht völlig unbekannt war, zeigte seine Erwähnung durch Paul Westheim (1886–1963) in dem von ihm herausgegebenen Kunstblatt von 1927: „Auch Derharri sei vermerkt; da schlägt sich ein Mensch von einer eigenen Charakterisierungskraft mit Visionen herum, die persönlichem Erlebnis zu entstammen scheinen.“ Als „entartet“ verfemt, drängten die Nationalsozialisten Esser in die innere Emigration. Seine erste Frau, Erna Esser (geborene Hunßdorff, verwitwete Siebert), kam am 20. Februar 1944 anlässlich eines Besuchs in Leipzig-Markkleeberg mit ihrem Sohn Herbert Siebert bei einem Bombenangriff ums Leben. Während der Zeit der DDR führte Esser ein künstlerisches Schattendasein. Auf Empfehlung von Otto Nagel (1894–1967) leitete er in den 1950er-Jahren einen Malkreis in Friedrichshain. Im Jahr 1953 war er auf der Dritten Deutschen Kunstausstellung in Dresden vertreten. Doch der Versuch, sich anzupassen, gelang nicht. Die Bilder erschienen leer, düster und hoffnungslos. Trotz häufigen Übermalens konnte er keines verkaufen. So auch die Bilder, die er von Wladimir Iljitsch Lenin (1870–1924) und Josef Stalin (1878–1953) malte, auf denen sie unglücklich und krank aussahen. Essers zweite Frau Helene Leffringhausen-Esser verkaufte 1989 den gesamten Künstlernachlass an einen Antiquitätenhändler.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten“. Dieser ist here erhältlich.

artworks

Zwei Männer im Gespräch

Öl auf PVC-Leinen

70 × 50 cm

o. D.

2016 0030

Esser, Heinrich

|

Zwei Männer im Gespräch

o. D.

Öl auf PVC-Leinen

70 × 50 cm

Heinrich Esser

Porträt, wohl Paul Westheim (1886–1963)

Öl auf Papier auf Leinwand

57,5 × 43 cm

1950

2016 0030

Esser, Heinrich

|

Porträt, wohl Paul Westheim (1886–1963)

1950

Öl auf Papier auf Leinwand

57,5 × 43 cm

Männerporträt

Oil on wood

44 × 34,5 cm

no date

2016 0030

Esser, Heinrich

|

Männerporträt

no date

Oil on wood

44 × 34,5 cm

Tafelrunde

Oil on canvas

75 × 150 cm

o. D.

2016 0030

Esser, Heinrich

|

Tafelrunde

o. D.

Oil on canvas

75 × 150 cm

Drei Personen

Oil on canvas

49,2 × 62,4 cm

1948

2016 0030

Esser, Heinrich

|

Drei Personen

1948

Oil on canvas

49,2 × 62,4 cm

Frau mit Blume

Oil on canvas

78 × 100 cm

no date

2016 0030

Esser, Heinrich

|

Frau mit Blume

no date

Oil on canvas

78 × 100 cm

Raucher und zwei Frauen

Oil on canvas

76 × 45 cm

no date

2016 0030

Esser, Heinrich

|

Raucher und zwei Frauen

no date

Oil on canvas

76 × 45 cm

Berliner Straßenszene

Oil on canvas

76,5 × 57,5 cm

no date

2016 0030

Esser, Heinrich

|

Berliner Straßenszene

no date

Oil on canvas

76,5 × 57,5 cm

Männergruppe

Öl auf Karton

48 × 63 cm

1949

2016 0030

Esser, Heinrich

|

Männergruppe

1949

Öl auf Karton

48 × 63 cm

Museum of Lost Generation Art

Prof. Dr. Heinz R. Böhme charitable foundation
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

Sign up for our newsletter

crossmenuchevron-rightarrow-right